„Meine Werkstatt“ für mehr Frauenpower in der KFZ-Branche
Neue Eindrücke, interessante Gespräche und wichtige Themen in der KFZ-Branche: Beim Repanet Frauenseminar „Meine Werkstatt“ gab es vom 25.-27. Oktober das volle Programm. Das Seminar startete in gemütlicher Atmosphäre im Marburger Hotel Vila Vita, das mit kulinarischen Kreationen und stilvoller Einrichtung überzeugte. Unter der Leitung von Ricarda Scharbert konnten sich die Teilnehmerinnen hier auf drei intensive Tage voller Inspiration und praxisnaher Inhalte freuen.
Direkt am ersten Tag gab es einen Blick hinter die Kulissen: Tabea Rasner öffnete die Türen ihres Betriebs in Willingshausen-Wasenberg und zeigte, wie effizient Werkstattarbeit heute aussehen kann. Dabei konnten die neuen Räumlichkeiten des Betriebs nicht nur durch ihre übersichtliche Struktur punkten, sondern auch mit modernsten Anlagen für Lackierung, Reparatur und Energieerzeugung. Die Teilnehmerinnen konnten sich selbst davon überzeugen, wie durchdachte Managementstrategien und digitale Organisationsstrukturen reibungslose Arbeitsabläufe ermöglichen – und sich so gleichzeitig für Modernisierungsmaßnahmen im eigenen Betrieb inspirieren lassen.
Doch es blieb nicht bei Technik und Management – die herausfordernden Seiten des Arbeitsalltags standen während des Seminars ebenfalls im Fokus. Ein besonderer Schwerpunkt lag dabei auf der Sensibilisierung für sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz. Hierbei ging es um die Frage, wie das Bewusstsein für sexistische Kommentare, Grenzüberschreitungen und andere Formen der Belästigung geschaffen und gestärkt werden kann. Ziel war es, den Teilnehmerinnen klare Strategien an die Hand zu geben, um sowohl sich selbst als auch ihre Kolleginnen besser zu schützen und aktiv zu einem respektvollen Umgang beizutragen.
Damit ging auch das Thema „Unbewusste Diskriminierung“ einher, welches während des Seminars umfassend besprochen wurde – mit dem Ziel, tiefsitzende Muster zu erkennen und konstruktive Strategien zu entwickeln, um Diskriminierung aktiv entgegenzuwirken. Gemeinsam überlegten die Teilnehmerinnen, wie ein Arbeitsumfeld geschaffen werden kann, in dem sich alle sicher und wertgeschätzt fühlen. Besonders im Umgang mit diskriminierenden Aussagen und Vorurteilen äußerten die Teilnehmerinnen Unsicherheiten. Vor diesem Hintergrund wurde deshalb noch einmal betont, wie wichtig aktives Zuhören und die Möglichkeit wertschätzender Feedbackgespräche im Arbeitsalltag sind. Denn diese sind entscheidend, um eine Kultur des Vertrauens zu fördern, in der Mitarbeitende offen ihre Anliegen äußern und auf Missstände hinweisen können – sei es im Bezug auf Belästigung, Diskriminierung oder andere Herausforderungen im Unternehmen.
Dabei bekamen alle Teilnehmerinnen die Möglichkeit, auch eigene Anliegen anzusprechen, die sie im Betrieb oder innerhalb der überwiegend männerdominierten Branche beschäftigen. Der Austausch von konkreten Tipps, eigenen Erfahrungen und Möglichkeiten sorgte dafür, dass alle am Ende des Seminars mit frischen Ideen und gestärktem Zusammenhalt auseinander gingen – bereit, die eigene Sichtbarkeit zu stärken und die neuen Erkenntnisse in ihren Betrieben und in der Branche umzusetzen.